Rohrreinigung München Profi

Ratgeber MünchenKein Notdienst

Dichtheitsprüfung in München. Protokoll nach DIN 1986-30.

Pflicht nach Neubau, Umbau oder Sanierung und bei bekannten Schäden, wiederkehrend nach den Fristen der DIN 1986-30. Wasser- oder Luftdruckverfahren mit Protokoll als Nachweis gegenüber Münchner Stadtentwässerung und Versicherung.

Rohrreinigungsbetriebe in München

Alle 6 Betriebe
  1. Abflussblitz GmbH

    Ottobrunner Str. 13, 81737 München

    Website von Abflussblitz GmbH089 6302800 Anrufen, Abflussblitz GmbH
  2. Gebr. Lemberger Entsorgungs- und Abwassertechnik GmbH

    Olschewskibogen 6, 80935 München

    Website von Gebr. Lemberger Entsorgungs- und Abwassertechnik GmbH089 357537-0 Anrufen, Gebr. Lemberger Entsorgungs- und Abwassertechnik GmbH
  3. Rohrreinigungs-Service RRS GmbH

    Isarstr. 5, 82065 Baierbrunn (Landkreis München)

    Website von Rohrreinigungs-Service RRS GmbH089 855452 Anrufen, Rohrreinigungs-Service RRS GmbH

Gasgeruch oder Wasser an Strom: sofort112

Stand 19.10.2026. Unbezahlte Auswahl. Wir führen keine Arbeiten aus und nehmen keine Aufträge an. So wählen wir aus

Anlässe

Wann eine Dichtheitsprüfung verlangt wird

Nach Angabe der Münchner Stadtentwässerung ist ein Dichtheitsnachweis für private Grundstücksentwässerungsanlagen gefordert bei Neuerstellung, Umbau und Sanierung, bei Kenntnis von Schäden sowie wiederkehrend: 30 Jahre nach der Erstprüfung bei Herstellung, danach alle 20 Jahre. Die Entwässerungssatzung der Landeshauptstadt München verlangt in § 8 Abs. 3 dichte Leitungen und in § 11 Abs. 3 Dichtheitsprüfungen mit Wasser oder Luft; die Fristen von 30 und 20 Jahren stammen aus den Regeln der Technik (DIN 1986-30), eine allgemeine Prüffrist legt die Satzung nach Angabe der MSE nicht fest.

Der Verkauf einer Immobilie ist in dieser Aufzählung kein eigener Anlass. Eine freiwillige Prüfung vor dem Verkauf schafft trotzdem Klarheit für beide Seiten, oft kombiniert mit einer TV-Inspektion. Welche Pflicht im konkreten Fall greift, klärt der beauftragte Fachbetrieb vorab anhand von Baujahr, letzter Prüfung und geplanten Arbeiten.

Verfahren

Verfahren und Protokoll

Wasserdruckverfahren: Die Leitung wird mit Wasser gefüllt und auf den vorgeschriebenen Prüfdruck gebracht. Über ein definiertes Zeitfenster wird der Druckverlust gemessen. Liegt er innerhalb der Toleranz, gilt die Leitung als dicht. Luftdruckverfahren: analoges Vorgehen mit Druckluft, vor allem dort, wo Wasser nicht eingebracht werden kann oder soll.

Das Protokoll dokumentiert Prüfverfahren, Prüfdruck, Prüfdauer, gemessenen Druckverlust und Prüfergebnis (dicht oder undicht) sowie Lagepunkte und Prüfumfang. Es wird nach DIN 1986-30 erstellt, dem in Deutschland üblichen Standard für die Grundleitungs-Dichtheitsprüfung.

Folgeschritte

Was bei einer Undichtheit folgt

Wird die Leitung als undicht klassifiziert, folgt im Regelfall eine TV-Inspektion zur Lokalisierung der Schadstelle, anschließend ein Sanierungsvorschlag: punktuelle Reparatur, kurzer Liner, Inliner oder offener Austausch. Welches Verfahren passt, hängt von Schadensbild, Länge und Lage ab. Lassen Sie sich den Vorschlag anhand des Bildberichts begründen. Für größere Arbeiten an der Grundstücksentwässerung rät die Münchner Stadtentwässerung, mindestens drei schriftliche Angebote einzuholen.

Verfahren, Normen und Fristen im Detail

Für den Dichtheitsnachweis privater Leitungen lässt die Münchner Stadtentwässerung (MSE) nur die Druckprüfung mit Wasser oder Luft zu. Eine Kamerabefahrung allein genügt nicht, weil sie nichts über die Dichtheit der Rohrverbindungen aussagt. Die Entwässerungssatzung verlangt in § 8 Abs. 3, dass die Anlage wasserdicht, gasdicht und wurzelfest ist, und schreibt in § 11 Abs. 3 Dichtheitsprüfungen mit Wasser oder Luft nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik vor. Eine allgemeine Prüffrist legt die Satzung nach Angabe der MSE nicht fest.

Wasser oder Luft: Vorgaben der DIN EN 1610

MerkmalWasserdruckprüfungLuftüberdruckprüfung
Prüfdruckmindestens 100 mbar, höchstens 500 mbarje nach Verfahren (LA bis LD) 10 bis 200 mbar
Prüfzeit30 Minutenabhängig von der Nennweite
Grenzwerthöchstens 0,15 Liter Wasserzugabe je m² benetzter Fläche (Kanäle und Leitungen)zulässiger Druckabfall 2,5 bis 15 mbar je nach Verfahren
BesonderheitSchächte und Anschlussleitungen können mitgeprüft werdenschneller, kein Wasser nötig, geringere Prüfkosten

Die Werte gelten für neu verlegte und sanierte Leitungen nach DIN EN 1610 (Verlegung und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen) und sind in den Baufachlichen Richtlinien Abwasser des Bundes (Stand Januar 2025) zusammengestellt. Anstehendes Grundwasser kann beide Verfahren verfälschen. Nach einer Sanierung erfolgt in München laut MSE nach DIN EN 1610 die Prüfung, bei Leitungen ohne erkennbare Mängel nach DIN 1986-30, jeweils im Beisein des städtischen Kontrolldienstes.

Fristen nach DIN 1986-30

Für häusliches Abwasser nennt die Norm nach einem Merkblatt der Stadt Regensburg:

  • bestehende Grundleitungen erstmals nach 30 Jahren, wenn eine Erstprüfung nach DIN EN 1610 nachweisbar ist, danach alle 20 Jahre
  • bei wesentlichen baulichen Veränderungen eine vereinfachte Dichtheitsprüfung mit Wasser
  • in Wasserschutzgebieten kürzere Abstände: Schutzzone III alle 10 Jahre per Kamerabefahrung, Schutzzone II alle 5 Jahre eine Druckprüfung nach DIN EN 1610

Für die Wiederholungsprüfung lässt die Norm auch die Kamerabefahrung zu. Fordert die MSE einen Dichtheitsnachweis an, gilt in München dagegen die Druckprüfung.

Ablauf bei Aufforderung durch die MSE

  1. Arbeiten einschließlich der Dichtheitsprüfung bei der MSE anmelden.
  2. Ortstermin mit dem zuständigen Kontrollmeister vereinbaren.
  3. Prüfung in seinem Beisein durchführen lassen. Für die städtische Überwachung entstehen nach Angabe der MSE keine Kosten.
  4. Die ausführende Firma erhält das Protokoll über die abgenommene Prüfung.

Wer freiwillig prüfen lässt, muss der MSE bei dichten Leitungen nichts melden, sollte das Prüfprotokoll aber aufbewahren. Die Stadt rät außerdem, Prüfung und Sanierung nicht an dieselbe Firma zu vergeben.

Folgeschäden

Wenn die Leitung schon Schaden angerichtet hat

Undichte Grundleitungen fallen oft erst durch nasse Kellerwände oder Schimmel auf. Dann reicht die Prüfung allein nicht: Die Ursache im Rohr klären die TV-Inspektion und die Leckortung, die Folgen am Bauwerk ein Sachverständiger.

Fragen

Häufige Fragen

Wie lange ist eine Dichtheitsprüfung gültig?

Eine allgemeine Frist nennt die Münchner Entwässerungssatzung nicht. Nach DIN 1986-30 ist die erste Wiederholung 30 Jahre nach der Erstprüfung bei Herstellung fällig, danach alle 20 Jahre. Nach Umbau oder Sanierung ist ein neuer Nachweis gefordert.

Was kostet eine Dichtheitsprüfung in München?

Der Preis hängt von Länge und Zugänglichkeit der Leitung sowie dem Prüfverfahren ab. Anfahrt und Aufwand werden vor Beginn transparent genannt.

Ist die Prüfung in München Pflicht?

Ja, in bestimmten Fällen: bei Neuerstellung, Umbau und Sanierung, bei bekannten Schäden. Wiederkehrende Prüfungen empfiehlt die DIN 1986-30, eine Satzungsfrist gibt es nicht. Der Verkauf allein ist nach den Angaben der Münchner Stadtentwässerung kein eigener Anlass.

Was passiert bei einem negativen Ergebnis?

Es folgt eine Schadenslokalisierung per TV-Inspektion und ein Sanierungsvorschlag mit passendem Verfahren. Die Prüfung selbst saniert nichts, sie dokumentiert nur den Ist-Zustand.

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